Hallo ihr Lieben,

ich denke jeder kennt es. Wenn man beginnt zu fotografieren probiert man unheimlich viel aus. Irgendwann findet man dann so seine Richtung, was natürlich auch super ist, bleibt aber nach einer Zeit daran hängen. Ich habe es im vergangenen Jahr so erlebt. Ich habe mein Herz an der Portraitfotografie verloren und da einen Bildlook gefunden der mir sehr gut gefiel. Ein klassischer Schnitt, eine ganz klare Linie – und durchgängig das 85mm auf der Kamera.

Nach vielen Auftragsarbeiten habe ich gemerkt, dass ich immer dasselbe Programm abfotografiert habe, wodurch ich die Lust an neuen Shootings ziemlich verloren habe.Alle waren glücklich mit den Bildern, aber ich hatte einfach keine Lust immer dasselbe zu machen. Also – was tun? Mittlerweile kann ich sagen, habe ich mein „kreatief“ absolut überwunden und bin aktuell wieder sehr viel am ausprobieren und erfinde mich auch ein wenig neu.
Für euch habe ich hier ein paar Tipps, was ihr tun könnt, um mal wieder neues zu entdecken!

  • "Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück."

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Schau dir deine Bilder mal bewusster an…

Nach einem Shooting pickt man sich ja beim Durchschauen der Bilder meistens seine Favoriten raus. Dreh den Spieß doch mal um, und schau nach einem Shooting ganz konkret darauf, was dir an den anderen Bildern NICHT gefällt. Wieso gehören diese ganzen Bilder nicht zu deinen Favoriten? Überlege was du ändern könntest. Liegt es am Bildschnitt? Am Ausdruck? Sind viele Bilder unscharf? Findest du etwas langweilig?

Das hilft dabei, sich erst einmal Gedanken darüber zu machen, was man verändern möchte.

Stell dir selbst Herausforderungen…

Probiere doch mal, dir vor einem Shooting selbst eine kleine Aufgabe zu geben.
Ich habe es beispielsweise im letzten Jahr so gemacht, dass ich beim Shooting mit Sali ausschließlich mein 50mm dabei hatte. Irgendwie sind wir sonst immer wieder an Portraits mit dem 85mm hängen geblieben und wollten ganz bewusst endlich mal andere Bilder machen. Und ich glaube, hätte ich mein 85er dabei gehabt, wären auch ganz andere Bilder entstanden und wir wären niemals zu diesen Traumhaften „neuen“ Bildern gekommen.

Beim letzten Shooting habe ich es mir mal zur Aufgabe genommen, das Umfeld mehr mit einzubeziehen. Bei einem anderen Shooting bin ich bewusst mal in die Stadt gegangen, weil ich sonst immer in der Natur unterwegs bin.

Stelle dir einfach bewusst mal Aufgaben und breche alte Regeln und Gewohnheiten!

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Hol dir Inspirationen…

Nimm dir mal bewusst die Zeit und suche nach anderen Fotografen und Ideen. Schaue dir an, wieso dir genau DIESE Bilder so gut gefallen, mache dir Notizen die du als Ideen zum nächsten Shooting mitnimmst. Stelle doch auch mal einfach was nach… Nehme Bilder mit zum Shooting und setze diese Idee um. Variiere dann und mache daraus deine eigene Bildidee und so entwickelt sich unheimlich schnell wieder eine ganz neue Idee zu fotografieren.

Arbeite mit neuen Modellen…

Alles Gewohnte ist klasse. Das ist gar keine Frage. Ich LIEBE meine Shootings mit Modellen und mittlerweile auch Freundinnen, die ich schon lange kenne. Ich weiß ganz genau wie ich mit den Mädels arbeite, wir verstehen uns blind und können unheimlich viel ausprobieren. Aber irgendwann hat man sich einfach so aufeinander eingespielt und kennt den gegenüber, dass man irgendwie recht voreingenommen an ein Shooting geht. Daher arbeite ich aktuell auch immer mal wieder mit ganz fremden Modellen zusammen um einfach auch neue Ideen zum Posing zu bekommen.

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Weiterbildung!!!….

Absolut wichtig und gut ist auch einfach die ständige Weiterbildung. Mir gibt es immer total viel Input und neue Motivation, wenn ich Workshops besuche oder Einzelcoachings buche. Natürlich ist das ein absoluter Kostenfaktor, aber es ist eine ganz intensive Möglichkeit neues zu lernen und ganz viele neue Ideen zu sammeln.
Ich hatte Anfang des Jahres beispielsweise ein Einzelcoaching bei Paul Hofmann zur Bildbearbeitung. Es hat in mir eine richtig hohe Motivation ausgelöst, da ich einfach so viel neues gelernt habe, was ich direkt umsetzen wollte. So haben meine Bilder nochmal einen ganz anderen Look bekommen. Und im Umkehrschluss, fotografiere ich seitdem auch anders, um das gelernte noch besser anwenden zu können.

 

Ich hoffe es waren ein paar hilfreiche Tipps dabei. Erzählt ihr doch auch mal gerne, was ihr tut um neue Ideen zu bekommen und nicht stehen zu bleiben. Postet es gerne in die Kommentare!