Hallo ihr Lieben,

Um klar zu sehen reicht oft ein Wechsel der Blickrichtung.

Antoine de Saint-Exupéry

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Diese Erfahrung, durfte ich vor einigen Wochen bei einem Shootingtag mit der lieben Anna Spindeldreiner machen. Und das auf ganz vielen verschiedenen Wegen.

Aber von vorne…

 

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Anna habe ich vor einigen Monaten in einer Fernsehreportage über Kleinwüchigse gesehen und fande sie und ihre Art auf Anhieb absolut geil. Daraufhin habe ich ihr einfach mal eine Mail geschickt, ob sie Lust auf ein Treffen hat. Einige Zeit verging und dann kam endlich eine total liebe Nachricht von Anna zurück. Recht zeitnah haben wir einfach direkt telefoniert und einen Termin für die darauffolgende Woche festgelegt.

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Samstags dann war es endlich soweit. Mit Anna als Fotografin und einer weiteren Anna als Modell, sind wir erstmal Richtung Wald losgezogen und haben fotografiert. Ich selbst sage ja immer schon, dass ich bei Shootings echt zu klein bin. Ich bitte immer alle Modelle sich hinzusetzen, stehe oft auf Zehenspitzen oder klettere irgendwo hoch. Ich war unheimlich gespannt wie dann Anna, die ja noch ein ganzes Stück kleiner ist, das wohl so macht. Und ich wurde total überrascht. Für Anna spielte es überhaupt keine Rolle und sie hat in keinem Wort irgendwie erwähnt, dass sie zu klein ist. Sie hatte einfach ihren Hocker dabei und hat im Gegensatz zu mir, die Modelle eher stehen lassen und aus anderen Perspektiven gearbeitet.

Ich habe mir irgendwann Annas Hocker geschnappt um auch etwas höher zu stehen. Nachdem ich fotografiert hatte, habe ich mir dann auch ihre Bilder angesehen und fande ihre Perspektive unheimlich spannend. Irgenwann ist mir dann aufgefallen, dass diese Perspektive, die ich ja eigentlich geil fand, MEINE ganz normale Perspektive ist. Die Perspektive aus der ich selbst immer herausgegangen bin und meinte zu klein zu sein, fande ich auf einmal unheimlich spannend!

Ich bin irgendwie schon so fixiert von diesem Gedanken gewesen, bei Shootings immer ein Stück zu klein zu sein, dass das naheliegenste – meine Perspektive – irgendwie ausgeblendet war.

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Nach dem Shooting haben wir uns gemeinsam mit Kaffee und Kuchen gestärkt und sind dann in Perspektivwechsel Nummer 2 gegangen. Wir haben uns nämlich diesmal einfach gegenseitig fotografiert.  Ich stehe ja definitiv lieber hinter der Kamera, aber finde es auch jedesmal wieder cool die Erfahrung zu machen, selbst fotografiert zu werden.

Mir sind ein paar kleine Dinge aufgefallen, die mich als „Modell“ verunsichert haben, andersherum aber auch genau die Dinge, die ich als total angenehm empfunden habe. Anna hatte so eine geile Art, hat so platte Witze gemacht und mich dadurch immer wieder zum Lachen gebracht, so dass die Atmosphäre absolut entspannt und locker war und die Zeit nur so verflog.

Ich finde es unheimlich wichtig, immer mal wieder die Perspektiven zu ändern.
Und damit meine ich nicht nur von der Größe her… ich finde es  wichtig, auch mal Erfahrungen selbst vor der Kamera zu sammeln, mit Fotografen zu arbeiten die in einem ganz anderen Stil fotografieren, Menschen kennenzulernen die ganz besondere Stärken und Fähigkeiten haben und einfach mal die Blicke in ganz viele Richtungen schweifen zu lassen.

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Liebste Annas – ich danke euch unheimlich für diesen schönen Tag <3